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Farewell

Das Bild stellt zwei Figuten dar, die sich zwar beide in den Überresteneiner überdimensionalen
Säulenhalle bewegen, allerdings durch das Wegbrechen der Bodenfliesen lokal voneinander
getrennt sind. Die Figur im linken Mittelgrund steht aufrecht und winkt der anderen fröhlich zu
als wolle sie sagen „Hallo du! Ich bin hier drüben und kann gerade nicht zu dir kommen. Wir
sehen uns später wieder!“ Die andere Figur dagegen sinkt in sich zusammen, das Gesicht bis
zur Unkenntlichkeit eines Totenschädels verzogen scheint sie alles Leben aus sich heraus zu
schreien; sie macht den Eindruck des Einsam- und Verlorenseins.

Die beiden Figuren verkörpern zwei unterschiedliche Wege, wie Menschen mit Trennung umgehen können: sie können eine Trennung als etwas vorübergehendes auffassen, das von einem freudigen Wiedersehen abgeschlossen wird. Für sie besteht kein wirklicher Grund zur Trauer, eher sogar zur Freude, da man Neues erfahren kann, ohne dabei etwas Vertrautes zu verlieren - man lässt es ja lediglich für eine Weile zurück. Eine Trennung kann einem Menschen jedoch auch einen unwiederbringlichen Verlust bedeuten. Er sieht, dass ihm etwas fehlen wird, von dem er nicht weiß, ob und wenn ja wanner es wiederfinden wird; ein Stück seines Lebens schwindet und ist womöglich für immer verloren.

© 2002 by Tobias Panne